Der große Krankenkassenvergleich der Schweiz

Krankenkassenvergleich: Schweiz und ihre Modelle

Sobald Sie länger als drei Monate in der Schweiz leben, sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen. Die Annahme die dort verpflichtende Grundversicherung decke lediglich das Nötigste ab, hält sich hartnäckig und ist im Ende wohl Ansichtssache. Worüber es keinen Streitpunkt geben kann, sind die Zahlen und Fakten. Denn Prämien, Franchise und Selbstbehalt kosten zusätzlich Geld. Worin unterscheiden sich die Schweizer Krankenkassen also?

Kriterien bei der Wahl

Bei der Bandbreite an Angeboten und Vielfalt vor allem im Bereich der Zusatzleistungen und -versicherungen der Kassen in der Schweiz, überrascht es nicht, dass sich viele fragen, nach welchen Kriterien sie Ihre Kasse bestenfalls wählen. Gerade bei der Grundversicherung, deren Leistungen bei allen Kassen gleich sein müssen, sind viele nicht an einem Wechsel interessiert, da sie davon ausgehen, wenig Änderungen im Angebot zu erhalten. Doch nun empfiehlt auch das Bundesamt für Gesundheit einen Krankenkassenvergleich.

Nun fragt sich die Schweiz: Großer Wechsel der Krankenkassen durch einen großflächigen Krankenkassenvergleich zu erwarten? Die Kriterien der Wahl sind auf drei Punkte zurückzuführen, die allesamt gut durchdacht werden wollen:

  1. Prämienhöhe
  2. Qualität und Leistungen
  3. Optionen der Kassen

Die Prämienhöhen variieren von Jahr zu Jahr

Mit der Hilfe eine Krankenkassenvergleichs können die Prämien der einzelnen Krankenkassen verglichen werden. Diese werden bis spätestens 31. Oktober allen Versicherten mitgeteilt. In der Mitteilung müssen die Kassen ihre Versicherten außerdem auf ihr Recht zu einem Wechsel aufmerksam machen, woraufhin die Kundinnen und Kunden einen Monat Zeit haben, sich eine neue Versicherung zu suchen und zu kündigen.

Die Prämien müssen die Krankenkassen jedes Jahr zunächst dem BAG vorlegen, das im Anschluss über die Rechtfertigung der Kosten entscheidet. Dabei spielen Solvenz und Wirtschaftlichkeit des vorangegangenen Jahres eine Rolle. Die Kassen dürfen nicht zu hohe Rücklagen anlegen. Je nach Region und Wirtschaft variieren daher die Prämienhöhen für die Kundinnen und Kunden. Nutzen Sie also jedes Jahr Ihr Recht, die Grundversicherung zu wechseln, denn Analysen zufolge können Sie im Durchschnitt 49 Franken im Monat sparen.

Serviceleistungen beachten

Außerdem empfiehlt es sich zusätzlich neben dem Preisvergleich auch die Serviceleistungen und Erstattungsfristen zu vergleichen. Auch klar strukturierte Informationen und Verfügbarkeit des Versicherers (in Form einer Hotline und Filialen vor Ort) sind Faktoren, die Ihnen bei Ihrer Wahl wichtig sein könnten. Zufriedenheitsumfragen und Erfahrungsberichte können außerdem eine Hilfe sein.

Franchise – Die richtige Stufe für jede und jeden

In Anlehnung an das bekannte Franchise-Prinzip der Wirtschaft können Versicherte ihre jährlichen Kostenbeteiligungen wählen. Diese fällt an, wenn Sie medizinische Leistungen in Anspruch nehmen und liegt bei Erwachsenen als Grundbetrag bei 300 Franken, für Kind liegt die Franchise bei 0 Franken. Es gibt verschieden hohe Franchise-Stufen, die Erwachsene wählen können, um ihre Selbstbeteiligung zu senken. Dafür überschlagen Sie einfach Ihre jährlichen Gesundheitsausgaben und rechnen Sie gegen Ihre Franchise auf. Sind Ihre Ausgaben niedrig, können Sie ruhig eine niedrige Beteiligung wählen. Andernfalls wählen Sie eine höhere. Vergleich Sie die Kassen, denn nicht jede Kasse bietet auch jede Franchise Stufe an.

Fazit

Der Krankenkassenvergleich der Schweiz ist für Versicherte dann hilfreich, wenn sie Geld sparen wollen und die Leistungen ihrer Kasse vergleichen wollen. Manche wechseln jedes Jahr den Dienstleister und sparen dadurch einige Franken, die sie anderweitig verwenden können.